Die Deutsche Gesellschaft der Hochschuldidaktik tagt dieses Jahr zum 46. Mal – wir haben uns umgesehen.

Mit 170 Beiträgen, 10 verschiedenen Tagungsformaten und 6 Themenfeldern drehte sich vom 8. bis 10. März 2017 an der gut besuchten TH Köln alles um das Thema „Prinzip Hochschulentwicklung – Hochschuldidaktik zwischen Profilbildung und Wertefragen“.
Unterstützt wurde die Jahrestagung am Donnerstag durch den Kongress  „Erfolgreich studieren – Was leistet gute Lehre?“ des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie dem „Tag für die exzellente Lehre der TH Köln“.

Im Zentrum stehen Fragen zur Profilbildung für die Hochschuldidaktik in enger Verbindung mit und Verantwortung für Hochschulentwicklung. Wofür ist Hochschuldidaktik zuständig? Oder, wie Frau Prof. Dr. Gabi Reimann der Universität Hamburg in Ihrer Keynote am zweiten Tag fragt: Wofür ist Hochschuldidaktik nicht zuständig?

Die Themenfelder Vielfalt, Offenheit, Internationalisierung, Kultur des Ermöglichens, Qualität und Wissenschaftliche Relevanz bilden hierbei sechs Aspekte, die im Profilbildungsprozess von Bedeutung sind. Entlang dieser Themenfelder hangelt sich die 3tägige Tagung und stellt hierbei die Frage, „wie die Hochschuldidaktik zur Profilbildung und Differenzierung der Hochschulen beiträgt bzw. welchen Einfluss die Hochschuldidaktik auf Selbstverständnisse und Werte in der Hochschulentwicklung nehmen kann und soll“ (TH Köln).

Über klassische Formate wie Workshops und Diskurswerkstätten bis hin zu Barcamps oder Hacking Education bietet die Tagung der dghd ein methodisch aber auch inhaltlich abwechslungsreiches Angebot für alle Teilnehmenden. Unser Fokus lag hierbei vor allem auf der Qualifizierung des Lehrpersonals. Zurück kamen wir mit Inputs für abwechslungsreiche Formate, spannende Methoden und neuen Erkenntnissen für die Portfolioarbeit – die Reise nach Köln hat sich sicherlich gelohnt.


Verwendete Quelle: Technische Hochschule Köln, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (Hrsg.), Tagungsprogramm 46. dghd-Jahrestagung 2017 Prinzip Hochschulentwicklung –  Hochschuldidaktik zwischen Profilbildung  und Wertefragen. Kongress Erfolgreich studieren – Was leistet gute Lehre? Technische Hochschule Köln, 2017

Neue Webseite zu digitalen lehr und Lernressourcen der Freien Universität Berlin

Die Freie Universität Berlin hat eine neue Webseite zu digitalen Lehr- und Lernressourcen erstellt, die sich vorrangig an Angehörige aber auch weitere Interessierte richtet. Im Fokus der Webseite stehen digitale Lehr- und Lernressourcen, die an oder mit Beteiligung der Freien Universität als Lehrmaterialien konzipiert oder bei Forschungsprojekten entstanden sind, wie beispielsweise Vorlesungsskripte, Lehr-/Lernvideos, Online-Kurse und Vorlesungsaufzeichnungen. Eingeteilt sind die Lehrmaterialien nach Fächern.

Hier geht es zur Webseite.

 

 

Dokumentation der Tagung „Veränderung duch Digitalisierung“

Am 25. Januar 2017 veranstaltete die Fernuniversität Hagen eine Tagung mit dem Thema „Veränderung durch Digitalisierung – Lernen von anderen Berufen“. Im Vordergrund stand die Frage inwieweit sich unterschiedliche Wirtschaftsbranchen den digitalen Veränderungen angepasst haben, inwieweit diese Veränderungen Einfluss auf das Lernen und Lehren haben und was Hochschulen in Anbetracht auf die Anpassung an digitale Veränderungen von verschiedenen Branchen lernen können.

Die vollständige Dokumentation der Veranstaltung ist auf der Webseite der Fernuniversität Hagen zu finden

Workshops für Lehrende der Hochschulen in NRW

Um Chancen der Digitalisierung speziell für Hochschulen in NRW zu verbessern hat E-Learning NRW ein hochschulübergreifendes Angebot generiert, das 2017 weiter ausgebaut werden soll. Die Workshops, die in Kooperation mit E-Learning NRW durchgeführt werden, sind fachspezifisch und sollen beispielsweise durch Praxisbeispiele Mehrwerte und Optionen der Digitalisierung für die Lehre aufzeigen. Dabei dienen diese Workshops als Ergänzung zu den hochschulinternen Angeboten, Schulungen und Beratung.

Das Angebot startet mit einem E-Learning-Tag für Ingenieure am 7. März 2017 hier an der RWTH Aachen und für Juristen am 9. März 2017 an der Universität zu Köln.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von elearningnrw.

Das ExAcT Team sucht studentische Verstärkung

Das ExAcT Team sucht studentische Verstärkung zur Unterstützung bei der Weiterentwicklung und dem Ausbau der Buchungsplattform Climbr sowie bei der Mitarbeit bei anwendungsorientierten Forschungsprojekten und Projekten der Grundlagenforschung.

Jobangebot ExAcT

ExAcT Lunch Lehre: Selbstorganisation und Flexibilisierung im Studium stärken und Kompetenzorientierung schaffen

Digitalisierung bedeutet nicht nur Einbindung neuer Technik, sondern kann besonders im Bereich der Lehre weitaus mehr Möglichkeiten bieten. Oft hört man Sätze wie „Lehre im Zeitalter der Digitalisierung“ oder Buzzwords wie „Blended Learning“ und denkt sofort an Tablets, Videoformate oder Gamification. Dabei geht es gerade im Bereich der Lehre nicht nur um den innovativsten Einsatz neuer technischer Möglichkeiten, sondern viel mehr um den didaktischen Mehrwert.

Didaktischer Mehrwert und „Curriculum 4.0 – Chancen und Grenzen digitaler Transformation von Studiengängen“ waren die Themen des heutigen ExAcT Lunch Lehre. Zu Gast war Professor Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Professor für Bildungsmanagement und Lebenslangen Lernens und Vizepräsident Qualität und Lehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Zu Beginn stellte Professor Ehlers die Duale Hochschule Baden-Württemberg, die erste staatliche praxisintegrierende Hochschule in Deutschland vor. Zum Einstieg in seine Präsentation aktivierte er die Teilnehmenden durch aktive Mitarbeit in einem Soziogramm, bei dem sich alle selber die Fragen stellen sollten für wie professionell sie sich selbst im Bereich digitaler Lehre halten und ob die RWTH Aachen weit genug fortgeschritten ist im Bereich innovativer Lehre. Dabei problematisierte er die Digitalisierung und mahnte an, dass Digitalisierung nicht nur Technikeinbindung, sondern viel mehr sein muss. Alte Strukturen müssen aufgebrochen und didaktischer Mehrwert gefunden werden. Es müssen Räume gefunden werden, die darauf ausgerichtet sind kollaboratives Lernen zu ermöglichen. Lehren und Lernen muss so weiterentwickelt werden, dass wir den Anforderungen in einer schnell wandelnden, technisierten Gesellschaft gerecht werden. Die Wissensvermittlung ist dabei nur ein Glied in der Kette erfolgreicher digitaler Transformation von Studiengängen. In dem Zuge nannte Ehlers 3 Elemente oder Ansatzpunkte aus dem „Digital Turn“ des Hochschulforum Digitalisierung, die helfen Hochschullehre weiterzuentwickeln:

1. Selbstorganisation im Studium. Das bedeutet Studienpläne mit flexiblen Studienpfaden, ausgeweitete Modulwahlmöglichkeiten und Anerkennungspraxis;

2. Flexibilisierung des Studiums: räumlich, zeitlich und inhaltlich durch beispielsweise Brückenkurse oder Äquivalenzprüfungen aber auch durch arbeitsplatznahes Studieren. Diese beiden Ansatzpunkte führen wiederum zum

3. Element: Kompetenzorientiertung. Das bedeutet kompetenzorientiertes Prüfen und Bewerten und ein Fokus auf der Vermittlung digitaler Kompetenzen (Digital Skills, 21st Century Skills).

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und zwei erfolgreichen Absolventen ihre Zertifikate durch den Rektoratsbeauftragten für Blended Learning, Herrn Professor Dr.-Ing. Heribert Nacken der RWTH, feierlich überreicht sowie zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 19. April von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Professor Dr. Christoph Stampfer vom Lehrstuhl für Experimentalphysik und dem II. Physikalischen Institut. Professor Stampfer wird mit uns über sein Projekt „Phyphox – Physikexperimente mit dem Smartphone“, das im Rahmen des Exploratory Teaching Space (ETS) gefördert wird, sprechen. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

ZFHE Call for Papers zu „Evidenzorientierte Qualitätsentwicklung in der Hochschullehre“

Zum Themenheft (Erscheinungstermin März 2018) ruft die Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) zur Beitragseinreichung zum Thema „Evidenzorientierte Qualitätsentwicklung in der Hochschullehre: Chancen, Herausforderungen und Grenzen“ auf. Ziel des Themenheftes ist es, eine kritische Diskussion anzuregen:

Worin liegen die Chancen, Herausforderungen aber auch Grenzen einer evidenzorientierten Qualitätsentwicklung von hochschulischer Lehre?

  • Welche Auffassung(en) von Qualität in der Hochschullehre liegen den aktuellen Bestrebungen zu deren Weiterentwicklung und Beforschung zugrunde? Welche Faktoren werden bei der Definition von „guter“ Lehre berücksichtigt?
  • Wie kann eine evidenzorientierte Qualitätsentwicklung unter Berücksichtigung der großen Vielfalt hochschulischer Lehr-Lern-Umwelten realisiert werden? Inwieweit sind Ergebnisse über Kontexte übertragbar, beachtet man beispielsweise institutionelle, disziplinäre, curriculare, lehrveranstaltungs- sowie professionsspezifische Besonderheiten? Wie können die Erkenntnisse aus der empirischen Forschung in die Praxis übertragen werden (Theorie-Praxis-Transfer) und zu „guter“ Hochschullehre führen?
  • Wie kann eine verlässliche empirische Evidenz mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung in der Hochschullehre erzielt werden? Welche methodischen Grundstandards müssen erfüllt sein? Worin könnten mögliche forschungspraktische Einschränkungen liegen, die es erschweren, diese Standards zu erreichen? Welche Lösungsansätze gibt es?
  • Wie kann das Interesse der Dozierenden, ihre Professionalität evidenzorientiert weiterzuentwickeln, geweckt werden? Wie kann demnach theorie- und evidenzorientierte Reflexionsbereitschaft – im Sinne eines „reflective practitioner“ (SCHÖN, 1983) – gefördert werden? Welchen Beitrag kann in diesem Zusammenhang das Konzept der „Scholarship of Teaching and Learning“ (z. B. HUTCHINGS, HUBER & CICCIONE, 2011) leisten?
  • Welche Bedeutung hat empirische Evidenz über die Qualität von Hochschullehre für Programmverantwortliche und Entscheidungsträger/innen?

Folgende Beitragsformen sind für das Heft vorgesehen:

Wir laden für das Themenheft folgende Beitragsformen ein:

  • Theoretische bzw. konzeptionelle Beiträge (inklusive Reviews und Metaanalysen): Sie befassen sich kritisch theoretisch und konzeptionell mit der Thematik bzw. mit ausgewählten Subfragestellungen des Themas. Auch methodisch orientierte Beiträge sind unter dieser Rubrik willkommen.
  • Empirische Originalbeiträge: Sie berichten von einem von Ihnen durchgeführten Forschungsprojekt, das empirische Evidenz zur Entwicklung der Lehr-Lernqualität an der Hochschule liefert. Sie beschreiben den theoretischen Hintergrund, die Methode und die zentralen Befunde und diskutieren im Anschluss daran kritisch die Bedeutung (Chancen, Herausforderungen, Grenzen) Ihrer Studie für die evidenzorientierte Qualitätsentwicklung in „der“ Hochschullehre. Bitte führen Sie auch hochschuldidaktische (praktische) Implikationen an.
    Die Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen der Evidenzorientierung sowie der Transfer Ihrer Ergebnisse auf die hochschulische Lehr-Lernpraxis sind uns in dieser Rubrik besonders wichtig.
    Eingereicht werden können quantitative, qualitative wie auch Mixed-Methods- oder Multi-Methods-Studien.
  • Werkstattberichte: Sie berichten von Praxiserfahrungen. Im Besonderen sind Arbeiten willkommen, die sich der Erforschung der eigenen Lehre widmen (Scholarship-of-Teaching-and-Learning-Projekte). Ähnlich wie bei den empirischen Originalbeiträgen ist auch hier die kritische Diskussion wichtig, z. B.: Inwieweit hat Ihnen die erfasste empirische Evidenz geholfen, Ihre eigene Lehrpraxis weiterzuentwickeln? Können die Ergebnisse auf andere Kontexte übertragen werden? Welche methodischen Einschränkungen gehen mit Ihrer Untersuchung/Ihrem Projekt einher? usw.

Zeitplan
15.
März 2017: Einreichung des Abstracts: Bitte senden Sie das Abstract an gerda.hagenauer@edu.unibe.ch.

31. März 2017: Feedback und Einladung zur vollständigen Manuskripteinreichung: Sie erhalten Rückmeldung, ob sich die Thematik für die Special Issue grundsätzlich eignet. Sollte dies der Fall sein, so wird eine Einladung zur vollständigen Manuskripteinreichung ausgesprochen.

31. Juli 2017: Einreichung des vollständigen Beitrags: Bitte laden Sie Ihren Beitrag im ZFHE-Journalsystem unter der entsprechenden Rubrik (Wis-senschaftlicher Beitrag, Werkstattbericht) der Ausgabe 13/1 in anonymisierter Form hoch. Bitte registrieren Sie sich als „Autor/in“ im System. Bitte verwenden Sie das entsprechende Template zur Formatierung Ihres Manuskripts!

31. Oktober 2017 – Rückmeldung/Reviews: Die Beiträge werden im Double-Blind-Reviewverfahren an zwei Gutachter/innen gesandt. Sie erhalten bis spätestens Ende Oktober 2017 den Rückmeldebrief zugestellt.

15. Dezember 2017: Deadline für die Überarbeitung: Bitte reichen Sie den überarbeiteten Beitrag im System ein. Die Herausgeber/innen entscheiden über die Veröffentlichung auf Basis des überarbeiteten Textes.

Der Call ist online hier verfügbar.

Neues Statement „100 Meinungen zu E-Learning“

Die von e-teaching.org ins Leben gerufene Reihe „100 Meinungen zu E-Learning“ hat ein neues Statement von Jöran Muuß-Merholz, Diplom-Pädagoge und Inhaber der Agentur „J&K – Jöran und Konsorten„, veröffentlicht. Darin diskutiert er die Schwierigkeiten von Lehrenden, Lernende wirklich da abzuholen, wo sie stehen.

Die Internetplattform e-teaching.org hatte zur Vervollständigung bzw. Fortsetzung der Reihe, die bereits in den virtuellen Adventskalender 2016 eingebettet wurde, um die Einsendung neuer Beiträge gebeten. Bei der Reihe handelt es sich um Video-Statements von E-Learning-ExpertInnen und E-Learning-NutzerInnen, die auf unterschiedlichste Weise Antworten auf die Frage „Warum E-Learning“ geben. In den circa 30 – 90 Sekunden Videos können erfolgreiche E-Learning-Erlebnisse vorgestellt, spezielle Sichtweisen oder Standpunkte vertreten oder eigene Erfahrungen dargestellt werden. In den nächsten Wochen werden weitere noch unveröffentlichte Beiträge publiziert.

Ob die Reihe nach der Veröffentlichung der 100. Meinung zu Ende ist, ist noch unklar. Wie die Fortsetzung aussieht, lässt e-teaching.org offen. Gerne können Vorschläge oder Ideen eingesendet werden.

Hier geht es zu den Statements.

Einladung zum ExAcT Lunch Lehre am 15.02.2017

Haben Sie Interesse, sich mit Kollegen und Kolleginnen über die neuesten Lehr- und Lernformen sowie didaktischen Konzepte auszutauschen, finden aber nicht die Zeit dafür?

Dann kommen Sie zu unserem Lunch Lehre am Mittwoch, den 15.02.2017 von 11.30 – 13.30 Uhr im SuperC RWTH Aachen (Templergraben 57, 52062 Aachen) und nutzen Sie den gemeinsamen Lunch, um mit geladenen Experten und weiteren Interessierten bei einem leckeren Snack über aktuelle Innovationen für eine gute Hochschullehre zu sprechen!

ExAcT bei der RWTHtransparent 2017

Das RWTH-Jahr 2017 wurde wieder mit einer neuen Ausgabe der „RWTHtransparent“ eingeläutet. Die Veranstaltung findet jedes Jahr Ende Januar statt und ermöglicht sowohl RWTH-Mitarbeitern als auch externen Gästen Einblicke in das vergangene Jahr an der RWTH. Der Rückblick erfolgt entlang der Bereiche Lehre, Wirtschaft und Industrie, Personal und wissenschaftlicher Nachwuchs sowie Forschung und Struktur. Nachdem die Veranstaltung in der Vergangenheit immer im Hauptgebäude am Templergraben stattfand, wurde für die RWTHtransparent 2017 in das kürzlich fertiggestellte Hörsaalgebäude C.A.R.L eingeladen. Gäste und Aussteller nutzten die neuen Räumlichkeiten für einen regen Austausch. Auch ExAcT war wieder als Aussteller vor Ort und informierte über die aktuellen Angebote für Lehrende im Bereich Qualifizierung und Vernetzung.