Pearson veröffentlicht Learning Design Principles: Erfolgsfaktoren für digitale Lehrangebote

Um die Qualität von digitalen Lehr- und Lernangeboten zu optimieren hat der Bildungsdienstleister Pearson Learning Design Principles zur Verfügung gestellt- Dabei wurden 46 Learning Design Principles formuliert, veröffentlicht und für alle Interessierten frei zugänglich gemacht. Das Ziel dieser Learning Design Principles ist bei der Entwicklung von E-Learning Angeboten zu unterstützen und als Grundlage für Autoren, Usability-Experten, Grafiker und Didaktiker zu fungieren. Aus Vorlagen und Empfehlungen zusammengesetzt umfassen die Learning Principles Bereiche wie Grundlagen in Strukturierung, Ziele und Auswertung, Lehr- und Lernumgebungen, digitale Lehre sowie gemeinschaftliches Lernen und Lernprozesse und Methoden.

Nähere Informationen sind auf der Webseite zu finden.

ExAcT Lunch Lehre: Wissen und Emotionen verknüpfen – erfolgreich Lernen

„Mein größtes Problem ist die Motivation“, ist wohl der häufigste Satz den Studierende in ihrer akademischen Laufbahn äußern. Dem liegt nicht nur häufig die Fülle an Prüfungsmaterial zugrunde, sondern vor allem fällt es vielen studierenden schwer den Spaß am Lernen zu entdecken. Das liegt nicht zuletzt an dem Theorie-basierten, teils trockenen Wissen, das Studierenden nicht sinnvoll präsentiert wird. Dabei kann Lernen, wenn es durch den Lehrenden entsprechend aufgearbeitet wird, Spaß machen.

Durch naturwissenschaftlichen Ansatz stieg Prof. Martin Wolf von der Fachhochschule Aachen beim ExAcT Lunch Lehre ein, indem er Funktion des Gehirns bei der Wissensverarbeitung darlegte und betonte, dass das reine Wiederholen von Wissen sicherlich hilfreich bei der Verarbeitung ist, aber nicht dem eigentlichen Zweck, nämlich das Verstehen und Anwenden des Gelernten fördert. Es ist hilfreicher den Lernprozess  durch Wiederholen in Kombination mit Emotionen zu unterstützen. Dazu eignen sich besonders Competence Developing Games, die durch spielerisches Anwenden Emotionen mit dem Lernprozess verknüpfen. Es wird also nicht nur reines Wissen vermittelt, sondern ebenso wird auf Anwendnungswissen gelegt. So bietet die Fachhochschule Aachen ihren Studierenden eine Spielsimulation an. Dabei müssen die Studierenden den Flug der Apollo 13 ins All im Housten Control Center überwachen und werden mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert, die sie als Team lösen müssen. Diese Situation ist besonders auf den Bereich des „Servicedesk“ übertragbar. Durch das spielerische Anwenden des Gelernten werden so Emotionen, positiv (Spaß) wie negativ (Druck), mit dem Wissen verknüpft, was den Studierenden den Zugang und das Verständnis zum theoretischen Wissen erleichtert. Prof. Martin Wolf betonte jedoch auch, dass Lernen nicht immer Spaß machen kann und, dass Game-based learning eine tolle Unterstützung für den Lernprozess ist, aber keine ultimative Lösung.

Zum Abschluss seiner Präsentation verwies Wolf noch auf den IT Management Workshop. Der diesen Mittwoch, am 21. Juni 2017 ab 15 Uhr an der FH stattfindet. Dort wird mit Gästen wie bspw. Dem CIO Rewe und dem CIO von HRS darüber diskutiert, wie Digitalisierung in Unternehmen funktionieren kann.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 09. August von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Dipl.-Ing. Tobias Ortelt von der Technischen Universität Dortmund, der mit uns über Remote Labs sprechen wird. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

TU 9 Hochschuldidaktik Verbundtreffen – ExAcT sammelt Workshopinspiration für die Lehrenden der RWTH Aachen

Am 07. und 08. Juni fand in Karlsruhe das Arbeitstreffen der hochschuldidaktischen Anlaufstellen der TU9 Universitäten statt.

Neben aktuellen Berichten aus den Universitäten, allgemeinem Austausch und kollegialer Beratung standen inhaltlich vor allem das Forschende Lernen und die forschungsorientierte Lehre im Mittelpunkt.

In dem Workshop „Forschendes Lernen – Forschungsorientierte Lehre“ wurden verschiedene Formate und Ausprägungen des Ansatzes definiert sowie mit Hilfe konkret ausgearbeiteter Matrizen vorgestellt und erläutert.
Neben Best-Practices aus forschungsorientiert gestalteter Lehre standen vor allem auch der Transfer zur Hochschuldidaktik und die Bedeutung für die hochschuldidaktischen Einrichtungen im Vordergrund. Beispielhaft stellte der Gastgeber Karlsruhe hierbei das Projekt FLOW – Forschendes Lernen – ein Online-Workshop für die Lehrenden der Landesuniversitäten vor.

Die Bedeutung von forschungsorientierter Lehre für die Hochschulen sowie die Frage, wie Lehrende bei der Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von Modellen zum Forschenden Lernen in der eigenen Lehrpraxis unterstützt werden können, bildete einen wichtigen Bestandteil des Arbeitstreffens.

Ein erster Schritt zu forschendem Lernen und forschungsorientierter Lehre ist nun gemacht:
ExAcT freut sich darauf, auch den Lehrenden der RWTH Aachen im kommenden Wintersemester einen Workshop zu diesem spannenden und aktuellen Thema anbieten zu können.

Einladung zum Lunch Lehre am 14. Juni 2017

In knapp 4 Wochen, am 14. Juni, startet wieder unser Lunch Lehre. Diesmal begrüßen wir Dr.-Ing. Martin Wolf von der Fachhochschule Aachen. Als Professor im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik befasst er sich mit dem Lehrgebiet „Management von Informationstechnologie“. Er ist zudem Leiter des Labor für IT Organisation und Management in Aachen und Köln und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des itSMF Deutschland e.V. vom Lehrstuhl für Experimentalphysik und dem II. Physikalischem Institut. Wolf wird mit uns über „Digitales Lernen – spielend einfach“ sprechen und aufzeigen, welche Konsequenzen daraus für die Digitalisierung der Lehre folgen.

Wenn Sie also Interesse haben, sich mit Kollegen und Kolleginnen über die neuesten Lehr- und Lernformen sowie didaktischen Konzepte auszutauschen aber nicht die Zeit dafür finden, dann kommen sie zu unserem Lunch Lehre am Mittwoch, den 14.06.2017 von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC RWTH Aachen (6. Etage Ford Saal, Templergraben 57, 52062 Aachen).

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch und einen spannenden Beitrag.

Hier geht es zur Anmeldung.
Der Besuch unserer Veranstaltung ist kostenfrei.

TV-Hochschulmagazin des Bayrischen Rundfunks widmet sich dem Thema Digitalisierung an den Hochschulen

In der neuen Staffel des Campus Magazins, einem TV-Hochschulmagazin des bayrischen Rundfunks, wird der Frage „Wie digital wird die Hochschule?“ nachgegangen. Die neue Staffel öffnet mit einem neuen Beitrag, der sich um die beiden humanoiden Roboter Pepper und Nao dreht, die nun als Assistenten von Prof. Dr. Jürgen Handke an der Universität Marburg tätig sind. Andere Themen der Reihe sind Sicherheit von virtuellen Studierenden-Daten, Dating und Augmented Reality Apps. Die Beiträge werden mittwochsabends auf ARD alpha ausgestrahlt und sind auf dem YouTube Channel des Magazins zu sehen.

 

Weitere Informationen und Quelle: br.de

Neue Ausschreibung der Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre

Im Rahmen des Programms Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre schreiben das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stifterverband 2017 bis zu 40 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre aus. Die Fellowships stellen eine individuelle, personengebundene Förderung für Lehrende, die an Hochschulen in staatlicher Trägerschaft oder an staatlich refinanzierten Hochschulen in NRW tätig sind, dar. Ziel des Programms ist es Anreize für die Entwicklung und Erprobung von digital gestützten Lehr- und Prüfungsformaten (so wie e-Prüfungen, Flipped Classroom oder Gamification) zu schaffen. Im Vordergrund steht auch der Austausch über (digitale) Hochschullehre und die Verbreitung der entwickelten Lehrinnovationen durch gezielte Vernetzung der Fellows.

Programmbestandteile sind neben einem zweitätigen Fellow-treffen pro Semester auch eine öffentliche Lehr-/Lern-Konferenz pro Jahr, bei der die Lehrinnovationen vorgestellt werden und somit Impulse für den Transfer erfolgreicher Lehrinnovationen gegeben sowie der Diskurs über digitale Hochschullehre befördert wird.

Ein Fellowship wird mit bis zu 50.000 Euro gefördert und ist zweckgebunden für die Anschubfinanzierung der geplanten Lehrinnovation. Der Förderzeitraum beträgt dabei maximal ein Jahr. Bewerben können sich Lehrende aller Disziplinen bis zum 14. Juli 2017.

Die RWTH Aachen war im Fellow-Jahrgang sehr erfolgreich mit 14 geförderten Fellowships, darunter auch das Projekt „Augmented Reality in der exzellenten Lehre“ (ARieL) vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement der RWTH Aachen.

Die detaillierte Ausschreibung ist hier als PDF verfügbar.
Außerdem stellt der Stiftverband ein Deckblatt mit Informationen für die Bewerbung als PDF zur Verfügung.

 

Neuer Exploratory Teaching Space Projektaufruf

Im Rahmen des Zukunftskonzepts für die Lehre wurde 2009 der Exploratory Teaching Space (ETS) eingerichtet, bei dem jährlich Projekte durch ein Auswahlgremium bis zu zwölf Monate gefördert werden. Das dabei verfolgte Ziel ist eine Plattform für kreative Ideengenerierung im Bereich der Lehre zu schaffen und hat sich somit zum wichtigsten Förderinstrument für Lehr- und Lernkonzepte an der RWTH entwickelt.  Insgesamt wurden bisher mehr als 70 Projekte erfolgreich umgesetzt.

Im mittlerweile 8. Aufruf zur Abgabe von Projektvorschlägen werden innovative, kreative Konzepte gesucht, die dabei helfen sollen Studierende in ihrem autonomen Lernprozess zu unterstützen und somit möglichst Vielen zugänglich gemacht werden.

Die Projekte werden vollständig von der RWTH gefördert, das bedeutet aber nicht, dass Ideen, die bereits an anderen Universitäten erfolgreich umgesetzt wurden und für die RWTH neu sind, nicht unterstützt werden können, sondern ebenso gerne gefördert werden.

Bei der Projektauswahl werden folgende Auswahlkriterien bewertet:

  • Neuheit des Lehr-/Lernkonzepts für die RWTH inklusive Darstellung der Erfahrungen an anderen Standorten
  • Förderung eigenständigen studentischen Lernens
  • Erzeugung von Synergien mit anderen Fachbereichen bzw. Fakultäten
  • Ausgedehnte Zielgruppe
  • Nach Anschubfinanzierung selbsttragendes Konzept

Die Fördersumme pro Projekt beträgt 30.000€. „Projekte mit einem höheren Finanzbedarf müssen diesen im Antrag plausibel begründen. Nicht möglich ist die Finanzierung von Projekten, die bereits durch andere nationale oder internationale Programme gefördert werden“.

Projektstart: voraussichtlich 1. Oktober 2017
Laufzeit: 6-12 Monate

Einreichungsfrist: 09. Mai 2017

Alle weiteren Informationen sind im kompletten ETS-Projektaufruf als pdf einsehbar.

Bei weiteren Fragen steht Frau Vera Eckers als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

 

Willkommen im Sommersemester 2017! Das neue ExAcT Programm ist online – jetzt anmelden!

ExAcT wünscht Ihnen einen guten Start ins neue Semester!

Das bewährt – bekannte ExAcT – Seminarprogramm für das kommende Semester ist endlich für alle zur Anmeldung freigeschaltet – und ist dabei jetzt noch vielfältiger durch brandneue Angebote zu aktuellen Themen, die ab sofort den Veranstaltungspool des Centers of Excellence in Academic Teaching der RWTH Aachen bereichern. So rücken zum Beispiel Kompetenzen zu Diversität und Interkulturalität im akademischen Umfeld genauso wie die Gestaltung moderner Lehre im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung in den Fokus spezifischer Seminare.

Die Mischung macht’s! Lehre im diversen Hörsaal und Interkulturelle Handlungskompetenz in der Hochschullehre verhelfen Lehrenden zu mehr Souveränität und Sensibilität.

Für studierendenorientierte, lebendige und nachhaltige Lehre stehen die Formate Open Innovation und Kollaboration in der Lehre und Digital Storytelling – Neue Wege der praktischen Wissensvermittlung.

Doch auch klassische „Dauerbrenneraspekte“ in der Lehre sind Gegenstand spannender Seminarformate: Wie fördere ich Engagement und Interesse bei Studierenden? Lernende motivieren – Tipps und Tricks für erfolgreiche Mitarbeit bietet einen Methodenfächer zur erfolgreichen Studierendenmotivation.

Der technische und gesellschaftliche Wandel wiederum fordert von Ingenieurinnen und Ingenieuren mehr und mehr ein hohes Maß an Kreativität und Innovation als Grundlage für die Entwicklung wirkungsvoller Lösungen für Probleme. Deshalb bietet das ExAcT – Partnerprojekt ELLI jetzt mit Kreativität im Labor ein Seminar zur Implementierung von entsprechenden Lehr-und Lernszenarien in das Ingenieursstudium an.

Ab sofort kann sich jede/r lehrende oder lehrinteressierte Mitarbeitende der RWTH über climbr für alle ExAcT – Seminare im Sommersemester 2017 anmelden!

Die Deutsche Gesellschaft der Hochschuldidaktik tagt dieses Jahr zum 46. Mal – wir haben uns umgesehen.

Mit 170 Beiträgen, 10 verschiedenen Tagungsformaten und 6 Themenfeldern drehte sich vom 8. bis 10. März 2017 an der gut besuchten TH Köln alles um das Thema „Prinzip Hochschulentwicklung – Hochschuldidaktik zwischen Profilbildung und Wertefragen“.
Unterstützt wurde die Jahrestagung am Donnerstag durch den Kongress  „Erfolgreich studieren – Was leistet gute Lehre?“ des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung sowie dem „Tag für die exzellente Lehre der TH Köln“.

Im Zentrum stehen Fragen zur Profilbildung für die Hochschuldidaktik in enger Verbindung mit und Verantwortung für Hochschulentwicklung. Wofür ist Hochschuldidaktik zuständig? Oder, wie Frau Prof. Dr. Gabi Reimann der Universität Hamburg in Ihrer Keynote am zweiten Tag fragt: Wofür ist Hochschuldidaktik nicht zuständig?

Die Themenfelder Vielfalt, Offenheit, Internationalisierung, Kultur des Ermöglichens, Qualität und Wissenschaftliche Relevanz bilden hierbei sechs Aspekte, die im Profilbildungsprozess von Bedeutung sind. Entlang dieser Themenfelder hangelt sich die 3tägige Tagung und stellt hierbei die Frage, „wie die Hochschuldidaktik zur Profilbildung und Differenzierung der Hochschulen beiträgt bzw. welchen Einfluss die Hochschuldidaktik auf Selbstverständnisse und Werte in der Hochschulentwicklung nehmen kann und soll“ (TH Köln).

Über klassische Formate wie Workshops und Diskurswerkstätten bis hin zu Barcamps oder Hacking Education bietet die Tagung der dghd ein methodisch aber auch inhaltlich abwechslungsreiches Angebot für alle Teilnehmenden. Unser Fokus lag hierbei vor allem auf der Qualifizierung des Lehrpersonals. Zurück kamen wir mit Inputs für abwechslungsreiche Formate, spannende Methoden und neuen Erkenntnissen für die Portfolioarbeit – die Reise nach Köln hat sich sicherlich gelohnt.


Verwendete Quelle: Technische Hochschule Köln, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (Hrsg.), Tagungsprogramm 46. dghd-Jahrestagung 2017 Prinzip Hochschulentwicklung –  Hochschuldidaktik zwischen Profilbildung  und Wertefragen. Kongress Erfolgreich studieren – Was leistet gute Lehre? Technische Hochschule Köln, 2017