FLIPPS – Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Humboldt Universität Berlin und die Gutenberg-Universität Mainz untersuchen den Einsatz von Flipped-Classroom-Designs in Großveranstaltungen zum Thema Statistik. Das BMBF-geförderte Verbundprojekt, auch FLIPPS (Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design) genannt, möchte konträr zu traditionellen Veranstaltungsformaten die Arbeitsbelastung des Lernens gleichmäßiger über das gesamte Semester verteilen und somit als positiven Effekt die Ängste in Bezug auf Statistik gerade bei Studierenden mindern. Vorgesehen ist die Aneignung der Lehrinhalte durch Lernvideos und ein begleitendes Lehrbuch. Es werden die Lehr- und Lerneffekte zweier klassischer Statistik-Großveranstaltungen mit denen zweier „invertierter“ Großveranstaltungen verglichen.

Weitere Informationen zum Projekt auf der Webseite der Universität Mainz.

Pearson veröffentlicht Learning Design Principles: Erfolgsfaktoren für digitale Lehrangebote

Um die Qualität von digitalen Lehr- und Lernangeboten zu optimieren hat der Bildungsdienstleister Pearson Learning Design Principles zur Verfügung gestellt- Dabei wurden 46 Learning Design Principles formuliert, veröffentlicht und für alle Interessierten frei zugänglich gemacht. Das Ziel dieser Learning Design Principles ist bei der Entwicklung von E-Learning Angeboten zu unterstützen und als Grundlage für Autoren, Usability-Experten, Grafiker und Didaktiker zu fungieren. Aus Vorlagen und Empfehlungen zusammengesetzt umfassen die Learning Principles Bereiche wie Grundlagen in Strukturierung, Ziele und Auswertung, Lehr- und Lernumgebungen, digitale Lehre sowie gemeinschaftliches Lernen und Lernprozesse und Methoden.

Nähere Informationen sind auf der Webseite zu finden.

Vielfalt eröffnet Chancen – ein erster Schritt für eine gute Lehre

Diversity ist nicht erst seit der neuen Netflix-serie „Glow“ (kurz für Gorgeous Ladies of Wrestling) en vogue. Der oft als Frauenthema abgestempelte Gehalt von Diversity ist, wie der Name schon sagt, vielfältiger als die reine Gender-Problematik: Inklusion, Integration von Flüchtlingen, schwul-lesbische Arbeitskreise, barrierefreies Arbeiten uvm. Daher gehört in vielen Unternehmen Diversity-Management zum Alltag, sollte aber nicht in anderen Bereichen außer Acht gelassen werden.

In diesem Zusammenhang bieten wir (ExAcT – Center of Excellence in Academic Teaching) in Kooperation mit dem IGaD (Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management) der RWTH Aachen einen Workshop zur Verbesserung der eigenen Diversity-Kompetenz an. Ziel dieses Workshops ist durch Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz den diversitätsbezogenen Herausforderungen der Lehre zu begegnen, Chancengleichheit für Studierende zu gewährleisten und dank der Sensibilisierung für das Thema die Startvoraussetzungen für gute Lehre zu ermöglichen.

Das Seminar steht allen Lehrenden und Lehrinteressierten der RWTH Aachen offen.

Termin: 11.07.2017, von 9:00 – 17:00 Uhr

Ort: Großer Seminarraum 1.23, Riegel D, 1. Etage, Technologiezentrum am Europaplatz, Dennewartstraße 27, 52068 Aachen

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Aufbau einer nationalen Plattform für die Hochschullehre: Ausschreibung des Hochschulforum Digitalisierung

Das Hochschulforum Digitalisierung (HSFD) möchte Maßnahmen zum Aufbau einer nationalen Plattform für die Hochschullehre vorantreiben. Dafür hat das HSFD nun eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, um das Potenzial sowie die Möglichkeiten einer solchen Umsetzung zu untersuchen.

Oft sind solche MOOC-Plattformen wie Coursera oder edX mit entsprechenden Problemen so zum Beispiel dem unzuverlässigen Schutz von Studierendendaten behaftet. Das HSFD versucht mit einer Lösung die Probleme zu lösen und gleichzeitig das Potenzial zur Stärkung des deutschen und mittelfristig auch europäischen Hochschulsektors zu identifizieren. im Vordergrund steht dabei die Realisierung der Plattform unter den gegebenen Rahmenbedingungen.

Die Bewerbungsfrist um die Teilnahme am Vergabeverfahren ist der 03. Juli 2017, 12:00 Uhr

Weitere, ausführliche Informationen sind auf der Info-Seite der Hochschulforums zu finden.

ExAcT Lunch Lehre: Wissen und Emotionen verknüpfen – erfolgreich Lernen

„Mein größtes Problem ist die Motivation“, ist wohl der häufigste Satz den Studierende in ihrer akademischen Laufbahn äußern. Dem liegt nicht nur häufig die Fülle an Prüfungsmaterial zugrunde, sondern vor allem fällt es vielen studierenden schwer den Spaß am Lernen zu entdecken. Das liegt nicht zuletzt an dem Theorie-basierten, teils trockenen Wissen, das Studierenden nicht sinnvoll präsentiert wird. Dabei kann Lernen, wenn es durch den Lehrenden entsprechend aufgearbeitet wird, Spaß machen.

Durch naturwissenschaftlichen Ansatz stieg Prof. Martin Wolf von der Fachhochschule Aachen beim ExAcT Lunch Lehre ein, indem er Funktion des Gehirns bei der Wissensverarbeitung darlegte und betonte, dass das reine Wiederholen von Wissen sicherlich hilfreich bei der Verarbeitung ist, aber nicht dem eigentlichen Zweck, nämlich das Verstehen und Anwenden des Gelernten fördert. Es ist hilfreicher den Lernprozess  durch Wiederholen in Kombination mit Emotionen zu unterstützen. Dazu eignen sich besonders Competence Developing Games, die durch spielerisches Anwenden Emotionen mit dem Lernprozess verknüpfen. Es wird also nicht nur reines Wissen vermittelt, sondern ebenso wird auf Anwendnungswissen gelegt. So bietet die Fachhochschule Aachen ihren Studierenden eine Spielsimulation an. Dabei müssen die Studierenden den Flug der Apollo 13 ins All im Housten Control Center überwachen und werden mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert, die sie als Team lösen müssen. Diese Situation ist besonders auf den Bereich des „Servicedesk“ übertragbar. Durch das spielerische Anwenden des Gelernten werden so Emotionen, positiv (Spaß) wie negativ (Druck), mit dem Wissen verknüpft, was den Studierenden den Zugang und das Verständnis zum theoretischen Wissen erleichtert. Prof. Martin Wolf betonte jedoch auch, dass Lernen nicht immer Spaß machen kann und, dass Game-based learning eine tolle Unterstützung für den Lernprozess ist, aber keine ultimative Lösung.

Zum Abschluss seiner Präsentation verwies Wolf noch auf den IT Management Workshop. Der diesen Mittwoch, am 21. Juni 2017 ab 15 Uhr an der FH stattfindet. Dort wird mit Gästen wie bspw. Dem CIO Rewe und dem CIO von HRS darüber diskutiert, wie Digitalisierung in Unternehmen funktionieren kann.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 09. August von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Dipl.-Ing. Tobias Ortelt von der Technischen Universität Dortmund, der mit uns über Remote Labs sprechen wird. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

TU 9 Hochschuldidaktik Verbundtreffen – ExAcT sammelt Workshopinspiration für die Lehrenden der RWTH Aachen

Am 07. und 08. Juni fand in Karlsruhe das Arbeitstreffen der hochschuldidaktischen Anlaufstellen der TU9 Universitäten statt.

Neben aktuellen Berichten aus den Universitäten, allgemeinem Austausch und kollegialer Beratung standen inhaltlich vor allem das Forschende Lernen und die forschungsorientierte Lehre im Mittelpunkt.

In dem Workshop „Forschendes Lernen – Forschungsorientierte Lehre“ wurden verschiedene Formate und Ausprägungen des Ansatzes definiert sowie mit Hilfe konkret ausgearbeiteter Matrizen vorgestellt und erläutert.
Neben Best-Practices aus forschungsorientiert gestalteter Lehre standen vor allem auch der Transfer zur Hochschuldidaktik und die Bedeutung für die hochschuldidaktischen Einrichtungen im Vordergrund. Beispielhaft stellte der Gastgeber Karlsruhe hierbei das Projekt FLOW – Forschendes Lernen – ein Online-Workshop für die Lehrenden der Landesuniversitäten vor.

Die Bedeutung von forschungsorientierter Lehre für die Hochschulen sowie die Frage, wie Lehrende bei der Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von Modellen zum Forschenden Lernen in der eigenen Lehrpraxis unterstützt werden können, bildete einen wichtigen Bestandteil des Arbeitstreffens.

Ein erster Schritt zu forschendem Lernen und forschungsorientierter Lehre ist nun gemacht:
ExAcT freut sich darauf, auch den Lehrenden der RWTH Aachen im kommenden Wintersemester einen Workshop zu diesem spannenden und aktuellen Thema anbieten zu können.

Tag der Lehre an der TU Braunschweig – ExAcT hat sich umgesehen

Am 30.05.2017 fand an der TU Braunschweig der 5. Tag der Lehre statt. Unter dem Thema „Lehr-Lern-Kultur nachhaltig gestalten“ trafen sich Lehrende und Studierende zur diesjährigen Veranstaltung des BMBF-Projekts teach4TU, um „die Lehre zu reflektieren, sich mit weiteren Lehrenden und Studierenden auszutauschen und Anregungen für die Weiterentwicklung der Lehre zu sammeln“ (teach4TU).

Prof. Dr. Simone Kauffeld, Vizepräsidentin für Lehre und Diversity, begrüßte die Teilnehmenden und stellte das Projekt, was nun im zweiten Förderabschnitt „von der Tiefe in die Breite“ arbeitet, vor. Im Zentrum, so Kauffeld, steht hierbei die Förderung innovativer Lehr- und Lernideen von Lehrenden der TU Braunschweig. Hinzu kommen weitere Qualifizierungsangebote, wie Grundlagen- und Vertiefungsprogramme oder Formate wie der „Spotlight Lehre“ oder „Medien zum Frühstück“.

Lehrende aus drei verschiedene Fachbereiche erhielten im Anschluss die Gelegenheit, im Rahmen eines SLAMS ihre Ideen für die Lehre zu präsentieren, bevor es dann in den zweiten Teil der Tages-Veranstaltung ging.

Teilnehmende bekamen nun die Möglichkeit, sich von Walk-Guides durch die Vielfalt von Lehrideen führen zu lassen. Hierbei sammelten sich gemischte Gruppen von Studierenden bis hin zu Professorinnen und Professoren, um mehr über Themen wie „Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis“, „Studierende als Lehrende“, „Game-based Learning: Planspiele, Simulationen und mehr“, „Flipped Classroom und eigenverantwortliches Lernen“ oder „Fächerübergreifende Projekte und Einrichtungen“ zu erfahren.

Neben den Walks im Forum der Lehr-Lern-Ideen konnten Teilnehmende außerdem im Rahmen von Workshop-Impulsen Einblicke in die Angebote der Projektgruppe Lehre und Medienbildung zu den Themen „Lehrveranstaltungen aktivierend gestalten“ und „Lehrvideos erstellen mit Screencasts“ erlangen.

Den Abschluss des Tages bildete, nach Grußworten von Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, und Gabriele Heinen-Kljajić, Nds. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, die Verleihung des LehrLEO-Awards 2017, eine Auszeichnung für die Lehrveranstaltungen, die Studierende besonders begeistern.

Auf der Suche nach den besten Ideen für digitale Bildung: Digital-Gipfel 2017

Am 12. Juni 2017 findet in Mannheim im Rahmen des Digital-Gipfels der DIV EdTec Startup Dialog statt. In den Räumlichkeiten der Popakademie Baden-Württemberg lädt die Veranstaltung Nachwuchsgruppen aus der Wissenschaft, Startup-Gründer und Jung-Unternehmen ein, ihre innovativen Vorhaben, Konzepte und Lösungen für und über digitale Bildung vorzustellen. Im Fokus stehen dabei im Besonderen Beiträge zur schulischen, hochschulischen und beruflichen Bildung in vernetzten Regionen.

Bewerbungen um die Teilnahme am EdTec Startup Dialog, bei dem ebenso mit Expertinnen und Experten aus Digital- und Bildungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden diskutiert wird, können bis zum 31. Mai 2017 eingereicht werden. Dabei wird in einem Auswahlprozess die „besten Ideen für intelligente Bildungsnetze in Deutschland“ gefunden werden.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es hier.
Das Bewerbungsformular ist hier zu finden und via Email an Prof. Dr. habil. Christoph Igel (christoph.igel@dfki.de) zu senden.