FLIPPS – Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Humboldt Universität Berlin und die Gutenberg-Universität Mainz untersuchen den Einsatz von Flipped-Classroom-Designs in Großveranstaltungen zum Thema Statistik. Das BMBF-geförderte Verbundprojekt, auch FLIPPS (Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design) genannt, möchte konträr zu traditionellen Veranstaltungsformaten die Arbeitsbelastung des Lernens gleichmäßiger über das gesamte Semester verteilen und somit als positiven Effekt die Ängste in Bezug auf Statistik gerade bei Studierenden mindern. Vorgesehen ist die Aneignung der Lehrinhalte durch Lernvideos und ein begleitendes Lehrbuch. Es werden die Lehr- und Lerneffekte zweier klassischer Statistik-Großveranstaltungen mit denen zweier „invertierter“ Großveranstaltungen verglichen.

Weitere Informationen zum Projekt auf der Webseite der Universität Mainz.

ExAcT Lunch Lehre: Online Experimentieren, Live Erleben – Remote-Labore in den Ingenieurwissenschaften.

Die erste Generation, die in den 90ern online gegangen ist hat die Universität größtenteils durchlaufen. Mittlerweile sind auch die letzten Digital Natives im akademischen Umfeld angekommen und die nächste Generation, „Generation Z“ oder Technoholics, wartet schon darauf bald ein Studium aufnehmen zu können. Darauf haben und müssen sich die Universitäten einstellen und ebenso daran anpassen. Doch das Bedarf einen gewissen Willen zur Veränderung. Betrachtet man die historische Entwicklung von Vorlesungen, so zeichnet sich doch ein auch heute noch ein paralleles Bild ab: früher wie heute steht der Dozent vorne und „liest“ den Studierenden Inhalte vor. Dabei ist es gerade im ingenieurswissenschaftlichen Feld wichtig die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen, zu vergleichen und schließlich zu einem besseren Verständnis von Prozessen beizutragen. Bei der Ausgestaltung können sogenannte Remote-Labore und virtuelle Lernwelten, wie sie im Projekt ELLI (Exzellentes Lernen und Lehren in den Ingenieurwissenschaften) entwickelt wurden, helfen.

Vor diesem Hintergrund stellte der heutige Referent Dipl.-Ing. Tobias Ortelt die Remote-Labore im Rahmen des Projekts ELLI vor. Das Projekt, das nun in der zweiten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Qualitätspakt Lehre gefördert wird, ist ein Verbundprojekt der RWTH Aachen University, der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum. An allen drei Standorten sind solche Remote-Labore vorzufinden, der Fokus heute lag aber auf den Laboren der TU Dortmund. Remote-Labore ermöglichen Studierenden das Lernen im Labor und helfen unterschiedliche fachbezogene und -fachübergreifende Kompetenzen zu generieren. Dabei können die Studierenden von überall auf der Welt Versuche in einem eigens dafür entwickelten Labor durchführen, wo durch Live-Bilder und Live-Messdaten gemeinsames Lernen gefördert wird (aktiver Tester, passive Zuschauer) und sich die direkte praktische Anwendung der Theorie bequem von zuhause aus überprüfen lässt. In der weiteren Förderphase sind neue Experimente und Maschinen geplant. Beispielsweise Virtuell Reality Labore, in denen Studierende Maschinen selbst steuern und die Fertigung vollkommen einsehbar miterleben können.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 18. Oktober von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Jan-Dirk van der Woerd vom Lehrstuhl und Institut für Massivbau und stellt sein ETS-Projekt „ArchitekTouren“ vor. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

Pearson veröffentlicht Learning Design Principles: Erfolgsfaktoren für digitale Lehrangebote

Um die Qualität von digitalen Lehr- und Lernangeboten zu optimieren hat der Bildungsdienstleister Pearson Learning Design Principles zur Verfügung gestellt- Dabei wurden 46 Learning Design Principles formuliert, veröffentlicht und für alle Interessierten frei zugänglich gemacht. Das Ziel dieser Learning Design Principles ist bei der Entwicklung von E-Learning Angeboten zu unterstützen und als Grundlage für Autoren, Usability-Experten, Grafiker und Didaktiker zu fungieren. Aus Vorlagen und Empfehlungen zusammengesetzt umfassen die Learning Principles Bereiche wie Grundlagen in Strukturierung, Ziele und Auswertung, Lehr- und Lernumgebungen, digitale Lehre sowie gemeinschaftliches Lernen und Lernprozesse und Methoden.

Nähere Informationen sind auf der Webseite zu finden.

Vielfalt eröffnet Chancen – ein erster Schritt für eine gute Lehre

Diversity ist nicht erst seit der neuen Netflix-serie „Glow“ (kurz für Gorgeous Ladies of Wrestling) en vogue. Der oft als Frauenthema abgestempelte Gehalt von Diversity ist, wie der Name schon sagt, vielfältiger als die reine Gender-Problematik: Inklusion, Integration von Flüchtlingen, schwul-lesbische Arbeitskreise, barrierefreies Arbeiten uvm. Daher gehört in vielen Unternehmen Diversity-Management zum Alltag, sollte aber nicht in anderen Bereichen außer Acht gelassen werden.

In diesem Zusammenhang bieten wir (ExAcT – Center of Excellence in Academic Teaching) in Kooperation mit dem IGaD (Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management) der RWTH Aachen einen Workshop zur Verbesserung der eigenen Diversity-Kompetenz an. Ziel dieses Workshops ist durch Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz den diversitätsbezogenen Herausforderungen der Lehre zu begegnen, Chancengleichheit für Studierende zu gewährleisten und dank der Sensibilisierung für das Thema die Startvoraussetzungen für gute Lehre zu ermöglichen.

Das Seminar steht allen Lehrenden und Lehrinteressierten der RWTH Aachen offen.

Termin: 11.07.2017, von 9:00 – 17:00 Uhr

Ort: Großer Seminarraum 1.23, Riegel D, 1. Etage, Technologiezentrum am Europaplatz, Dennewartstraße 27, 52068 Aachen

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Aufbau einer nationalen Plattform für die Hochschullehre: Ausschreibung des Hochschulforum Digitalisierung

Das Hochschulforum Digitalisierung (HSFD) möchte Maßnahmen zum Aufbau einer nationalen Plattform für die Hochschullehre vorantreiben. Dafür hat das HSFD nun eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben, um das Potenzial sowie die Möglichkeiten einer solchen Umsetzung zu untersuchen.

Oft sind solche MOOC-Plattformen wie Coursera oder edX mit entsprechenden Problemen so zum Beispiel dem unzuverlässigen Schutz von Studierendendaten behaftet. Das HSFD versucht mit einer Lösung die Probleme zu lösen und gleichzeitig das Potenzial zur Stärkung des deutschen und mittelfristig auch europäischen Hochschulsektors zu identifizieren. im Vordergrund steht dabei die Realisierung der Plattform unter den gegebenen Rahmenbedingungen.

Die Bewerbungsfrist um die Teilnahme am Vergabeverfahren ist der 03. Juli 2017, 12:00 Uhr

Weitere, ausführliche Informationen sind auf der Info-Seite der Hochschulforums zu finden.

ExAcT Lunch Lehre: Wissen und Emotionen verknüpfen – erfolgreich Lernen

„Mein größtes Problem ist die Motivation“, ist wohl der häufigste Satz den Studierende in ihrer akademischen Laufbahn äußern. Dem liegt nicht nur häufig die Fülle an Prüfungsmaterial zugrunde, sondern vor allem fällt es vielen studierenden schwer den Spaß am Lernen zu entdecken. Das liegt nicht zuletzt an dem Theorie-basierten, teils trockenen Wissen, das Studierenden nicht sinnvoll präsentiert wird. Dabei kann Lernen, wenn es durch den Lehrenden entsprechend aufgearbeitet wird, Spaß machen.

Durch naturwissenschaftlichen Ansatz stieg Prof. Martin Wolf von der Fachhochschule Aachen beim ExAcT Lunch Lehre ein, indem er Funktion des Gehirns bei der Wissensverarbeitung darlegte und betonte, dass das reine Wiederholen von Wissen sicherlich hilfreich bei der Verarbeitung ist, aber nicht dem eigentlichen Zweck, nämlich das Verstehen und Anwenden des Gelernten fördert. Es ist hilfreicher den Lernprozess  durch Wiederholen in Kombination mit Emotionen zu unterstützen. Dazu eignen sich besonders Competence Developing Games, die durch spielerisches Anwenden Emotionen mit dem Lernprozess verknüpfen. Es wird also nicht nur reines Wissen vermittelt, sondern ebenso wird auf Anwendnungswissen gelegt. So bietet die Fachhochschule Aachen ihren Studierenden eine Spielsimulation an. Dabei müssen die Studierenden den Flug der Apollo 13 ins All im Housten Control Center überwachen und werden mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert, die sie als Team lösen müssen. Diese Situation ist besonders auf den Bereich des „Servicedesk“ übertragbar. Durch das spielerische Anwenden des Gelernten werden so Emotionen, positiv (Spaß) wie negativ (Druck), mit dem Wissen verknüpft, was den Studierenden den Zugang und das Verständnis zum theoretischen Wissen erleichtert. Prof. Martin Wolf betonte jedoch auch, dass Lernen nicht immer Spaß machen kann und, dass Game-based learning eine tolle Unterstützung für den Lernprozess ist, aber keine ultimative Lösung.

Zum Abschluss seiner Präsentation verwies Wolf noch auf den IT Management Workshop. Der diesen Mittwoch, am 21. Juni 2017 ab 15 Uhr an der FH stattfindet. Dort wird mit Gästen wie bspw. Dem CIO Rewe und dem CIO von HRS darüber diskutiert, wie Digitalisierung in Unternehmen funktionieren kann.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 09. August von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Dipl.-Ing. Tobias Ortelt von der Technischen Universität Dortmund, der mit uns über Remote Labs sprechen wird. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

Auf der Suche nach den besten Ideen für digitale Bildung: Digital-Gipfel 2017

Am 12. Juni 2017 findet in Mannheim im Rahmen des Digital-Gipfels der DIV EdTec Startup Dialog statt. In den Räumlichkeiten der Popakademie Baden-Württemberg lädt die Veranstaltung Nachwuchsgruppen aus der Wissenschaft, Startup-Gründer und Jung-Unternehmen ein, ihre innovativen Vorhaben, Konzepte und Lösungen für und über digitale Bildung vorzustellen. Im Fokus stehen dabei im Besonderen Beiträge zur schulischen, hochschulischen und beruflichen Bildung in vernetzten Regionen.

Bewerbungen um die Teilnahme am EdTec Startup Dialog, bei dem ebenso mit Expertinnen und Experten aus Digital- und Bildungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden diskutiert wird, können bis zum 31. Mai 2017 eingereicht werden. Dabei wird in einem Auswahlprozess die „besten Ideen für intelligente Bildungsnetze in Deutschland“ gefunden werden.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es hier.
Das Bewerbungsformular ist hier zu finden und via Email an Prof. Dr. habil. Christoph Igel (christoph.igel@dfki.de) zu senden.

Einladung zum Lunch Lehre am 14. Juni 2017

In knapp 4 Wochen, am 14. Juni, startet wieder unser Lunch Lehre. Diesmal begrüßen wir Dr.-Ing. Martin Wolf von der Fachhochschule Aachen. Als Professor im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik befasst er sich mit dem Lehrgebiet „Management von Informationstechnologie“. Er ist zudem Leiter des Labor für IT Organisation und Management in Aachen und Köln und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des itSMF Deutschland e.V. vom Lehrstuhl für Experimentalphysik und dem II. Physikalischem Institut. Wolf wird mit uns über „Digitales Lernen – spielend einfach“ sprechen und aufzeigen, welche Konsequenzen daraus für die Digitalisierung der Lehre folgen.

Wenn Sie also Interesse haben, sich mit Kollegen und Kolleginnen über die neuesten Lehr- und Lernformen sowie didaktischen Konzepte auszutauschen aber nicht die Zeit dafür finden, dann kommen sie zu unserem Lunch Lehre am Mittwoch, den 14.06.2017 von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC RWTH Aachen (6. Etage Ford Saal, Templergraben 57, 52062 Aachen).

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch und einen spannenden Beitrag.

Hier geht es zur Anmeldung.
Der Besuch unserer Veranstaltung ist kostenfrei.

TV-Hochschulmagazin des Bayrischen Rundfunks widmet sich dem Thema Digitalisierung an den Hochschulen

In der neuen Staffel des Campus Magazins, einem TV-Hochschulmagazin des bayrischen Rundfunks, wird der Frage „Wie digital wird die Hochschule?“ nachgegangen. Die neue Staffel öffnet mit einem neuen Beitrag, der sich um die beiden humanoiden Roboter Pepper und Nao dreht, die nun als Assistenten von Prof. Dr. Jürgen Handke an der Universität Marburg tätig sind. Andere Themen der Reihe sind Sicherheit von virtuellen Studierenden-Daten, Dating und Augmented Reality Apps. Die Beiträge werden mittwochsabends auf ARD alpha ausgestrahlt und sind auf dem YouTube Channel des Magazins zu sehen.

 

Weitere Informationen und Quelle: br.de