ExAcT Lunch Lehre: „ArchitekTouren“ – mit gemeinsamem Verständnis zu mehr Aufmerksamkeit und Analysefähigkeit

Bauingenieurwesen und Architektur, zwei unterschiedliche Studiengänge, die aber in vielen Bereichen Überschneidungen haben und auch im späteren Berufsalltag regelmäßig zusammenarbeiten und füreinander unersetzlich sind. Doch gestaltet sich die Zusammenarbeit häufig schwierig, zum einen durch unterschiedliche eine unterschiedliche Fachsprache aber ebenso verschiedene Blickwinkel und eine andere Herangehensweise. Besonders deutlich wird das in der Vermittlung von Inhalten in beiden Studiengängen.

Diesem und anderen Problemen nimmt sich das Blended Learning Projekt „ArchitekTouren“ von Jun.-Prof. Carolin Stapenhorst und Jan Dirk van der Woerd, dem heutigen ExAcT Lunch Lehre Referenten, an. Das Projekt beschäftigt sich damit, Tragwerke darzustellen und zu vermitteln, sodass Unterschiede in der Wahrnehmung minimiert und ein gemeinsames  Verständnis entwickelt wird. Dabei ist in interdisziplinärer Atmosphäre eine gemeinsame genutzte und mit befüllte mediale Plattform aufgebaut worden, mit der insbesondere Bauwerke aus der Euregio analysiert werden. Die Plattform wird bei beiden Instituten in der Lehre eingesetzt und durch studentische Arbeiten sukzessive ergänzt. Einträge in der Datenbank sind nach Begriffen verschlagwortet, die aus beiden Bereichen kommen und somit nach beiden Sichtweisen kategorisieren. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit in kurzen Filmsequenzen unterschiedliche Sichtweisen besonders prägnant abzubilden, sie aber dennoch eng miteinander zu verbinden.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 13. Dezember von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Prof. Dr. Kerstin Mayrberger von der Universität Hamburg. Als Professorin für Lehren und Lernen an der Hochschule mit dem Schwerpunkt Mediendidaktik und Mitglied der Themengruppe „Lern- und Prüfungsszenarien“ des Hochschulforums Digitalisierung spricht sie mit uns über „Partizipation und Studentisches Engagement unter den Bedingungen der Digitalisierung – Eine Ambivalenz zwischen Ideal und Praxis in der Hochschullehre“.
Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

TU 9 Hochschuldidaktik Verbundtreffen – ExAcT sammelt Workshopinspiration für die Lehrenden der RWTH Aachen

Am 07. und 08. Juni fand in Karlsruhe das Arbeitstreffen der hochschuldidaktischen Anlaufstellen der TU9 Universitäten statt.

Neben aktuellen Berichten aus den Universitäten, allgemeinem Austausch und kollegialer Beratung standen inhaltlich vor allem das Forschende Lernen und die forschungsorientierte Lehre im Mittelpunkt.

In dem Workshop „Forschendes Lernen – Forschungsorientierte Lehre“ wurden verschiedene Formate und Ausprägungen des Ansatzes definiert sowie mit Hilfe konkret ausgearbeiteter Matrizen vorgestellt und erläutert.
Neben Best-Practices aus forschungsorientiert gestalteter Lehre standen vor allem auch der Transfer zur Hochschuldidaktik und die Bedeutung für die hochschuldidaktischen Einrichtungen im Vordergrund. Beispielhaft stellte der Gastgeber Karlsruhe hierbei das Projekt FLOW – Forschendes Lernen – ein Online-Workshop für die Lehrenden der Landesuniversitäten vor.

Die Bedeutung von forschungsorientierter Lehre für die Hochschulen sowie die Frage, wie Lehrende bei der Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von Modellen zum Forschenden Lernen in der eigenen Lehrpraxis unterstützt werden können, bildete einen wichtigen Bestandteil des Arbeitstreffens.

Ein erster Schritt zu forschendem Lernen und forschungsorientierter Lehre ist nun gemacht:
ExAcT freut sich darauf, auch den Lehrenden der RWTH Aachen im kommenden Wintersemester einen Workshop zu diesem spannenden und aktuellen Thema anbieten zu können.

Einladung zum ExAcT Lunch Lehre am 15.02.2017

Haben Sie Interesse, sich mit Kollegen und Kolleginnen über die neuesten Lehr- und Lernformen sowie didaktischen Konzepte auszutauschen, finden aber nicht die Zeit dafür?

Dann kommen Sie zu unserem Lunch Lehre am Mittwoch, den 15.02.2017 von 11.30 – 13.30 Uhr im SuperC RWTH Aachen (Templergraben 57, 52062 Aachen) und nutzen Sie den gemeinsamen Lunch, um mit geladenen Experten und weiteren Interessierten bei einem leckeren Snack über aktuelle Innovationen für eine gute Hochschullehre zu sprechen!

ExAcT Lunch Lehre: Online-Kurs Physik – durch mehr Transparenz zu einem guten Studienstart

lunch-lehreAbitur und dann? Nicht wenige stehen nach dem Ende der Schullaufbahn vor dieser Frage. Falsche Vorstellungen oder das Überangebot an unterschiedlichen Studiengängen macht es den Studieninteressierten nicht einfach eine Antwort auf diese Frage zu finden. Zwar bietet fast jede Universität mittlerweile Studieninformationstage an, welche einen Einblick in das jeweilige Fach bieten sollen, doch sieht die eigentliche Realität oft anders aus. Besonders häufig fehlen den Erstsemestern grundlegende Kenntnisse, die zwar in der Schule auf dem Lehrplan stehen, aber nicht in dem Maße behandelt wurden, oder eben einfach nicht verstanden wurden und somit zum Garant für ein frühes Scheitern im Studium führen können. Um Studienanfängern aber eine größtmögliche Chance auf einen erfolgreichen Studienstart zu ermöglichen, muss bereits an diesem fehlenden Fachwissen vor Aufnahme eines Studiums gearbeitet werden.

Mit dieser Problematik hat sich der heutige ExAcT Lunch Lehre beschäftigt. Zu Gast war Dr. Stefan Roth vom Institut für Experimentalphysik IIIb der RWTH Aachen, der dem Publikum das Konzept des „Online-Kurses Physik als Unterstützung in der Studieneingangsphase“ vorgestellt hat. Der Online-Kurs Physik befindet sich seit einer ersten Testphase 2015 weiterhin im Aufbau und richtet sich vornehmlich an Studienanfänger im ingenieurswissenschaftlichen Fachbereich, deren Studium Grundlagen der Physik voraussetzt. Ziel des Kurses ist es, ähnlich wie der an der RWTH angebotene Mathematikvorkurs, mit Hilfe von verschiedenen Materialien (Texten, Animationen, Videos und Aufgabentypen) in themenspezifischen Kursen (Mechanik, Optik etc.) die Inhalte des Faches Physik der Sekundarstufe I und II zu wiederholen und somit einen guten Studienstart zu gewährleisten. Technisch wird der Online-Kurs im Moodle-Format angeboten, sodass Studieninteressierte, die noch nicht als Studenten eingeschrieben sind, Zugang zum Kurs haben können. Mit der geschaffenen Transparenz wird bereits vor der Aufnahme eines Studiums im ingenieurswissenschaftlichen Bereich deutlich gemacht, welche Vorkenntnisse, zumindest im Fach Physik, von Nutzen sein können, um ein solches Studium erfolgreich abschließen zu können. Positives Feedback zum Kurs erhielten wir bereits dieses Jahr, als der Online-Kurs Physik seine Generalprobe feierte und mit allen Themen online gegangen ist und insgesamt 250 Nutzer verzeichnete, so Dr. Roth. So soll der Kurs auch in Zukunft weiter angeboten werden, eventuell in Kooperation mit weiteren Universitäten, die bereits ihr Interesse bekundet haben.

Im Anschluss an die Präsentation wurden, in gewohnter Atmosphäre, Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 14. Dezember von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC der RWTH Aachen statt. Dieses Mal begrüßen wir Frau Manuela Aye, Leiterin der Stabstelle Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management (IGaD) und freuen uns auf einen spannenden Beitrag zum Thema „Diversity Kompetenz in der Hochschullehre“.

Veranstaltungshinweis: „Weiterbildung 4.0 – die Zukunft der (Weiter-)Bildung in der digitalen Welt“

Am 28.09.2016 veranstaltet die TH Köln unter dem Motto „Weiterbildung 4.0 – Die Zukunft der (Weiter-)Bildung in der digitalen Welt“ ein Barcamp. Zu der Veranstaltung, die im Rahmen der Initiative „Deutscher Weiterbildungstag“ (DWT) stattfindet, sind alle (Weiter-)Bildungsinteressierten aus Hochschulen, Unternehmen, von (Weiter-)Bildungsträgern und der Personalentwicklung eingeladen. Ziel der Veranstaltung ist, den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben über Chancen, Probleme und Veränderung bedingt durch die Digitalisierung der (Weiter-)Bildung zu diskutieren und somit einen offenen Raum für Kreativität, Kurzworkshops und Austausch anstelle langer Vorträge anzubieten.

Weitere Informationen auf der Webseite der TH Köln.

 

Deutsche Universitäten: geringe Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt

Universitäten müssen sich in Zukunft mehr an der technisch anspruchsvollen Berufswelt orientierten, so lautet das Fazit einer aktuellen Studie des Stiftverbandes und des Beratungsunternehmens McKinsey innerhalb des Hochschul-Bildungs-Report. Zu wenig wird seitens den Universitäten auf die Digitalisierung und den daraus folgenden Veränderungen eingegangen, denn „die Digitalisierung verändert nun auch technikferne und damit zunehmend akademische Berufe“, erläuterte McKinsey-Seniorpartner Jürgen Schröder die Ergebnisse.

Der seit 2013 jährlich erscheinende Report bezieht sich dabei auf eine repräsentative Umfrage unter 300 Unternehmen in Deutschland, von denen 75 Prozent davon ausgehen, dass zukünftig sogar einfache Verwaltungstätigkeiten automatisiert werden und sogar 39 Prozent rechnen mit einem Wegfall akademischer Berufe und folglich deren Ersatz durch Maschinen. Kritisiert wird im Besonderen, dass deutsche Hochschulen die „Akademiker nicht ausreichend auf die Arbeitswelt 4.0“ vorbereiten, so der stellvertretende Generalsekretär des Stiftverbandes. Vorrangig sollten die Hochschulen ihren Studierenden mehr Wahlmöglichkeiten für individuelle Schwerpunktsetzung aber auch Beratung sowie Flexibilität bei der Wahl der Lernorte ermöglichen. Aber auch die Didaktik müsse sich an die Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 anpassen.

Insgesamt untersucht der Hochschul-Bildungs-Index sechs Handlungsfelder: chancengerechte Bildung, beruflich-akademische Bildung, quartäre Bildung, internationale Bildung, Lehrer-Bildung und MINT-Bildung.

Weitere Informationen zum Report stehen hier zur Verfügung.

Talk Lehre 2016 – Qualitätssicherung und -management in der Lehre

Am 29. Juni von 13.00 – 18.00 Uhr findet der 6. Talk Lehre im SuperC der RWTH Aachen statt. Schwerpunkt der Veranstaltung wird in diesem Jahr das Thema „Qualitätssicherung und -management in der Lehre“ sein. Neben internen Referenten wird mit Prof. Philipp Pohlenz von der Universität Magdeburg erstmalig in diesem Jahr ein externer Experte einen Vortrag halten.

Zusätzlich zu den Expertenvorträgen gibt es wie jedes Jahr eine Posterausstellung mit ausgewählten Projekten und Best-Practice-Beispielen aus der Lehre der RWTH Aachen. Außerdem werden die RWTH Lecturer 2016 ausgezeichnet und zum Abschluss der Veranstaltung sollen Ergebnisse und Eindrücke des Talk Lehre 2016 diskutiert und reflektiert werden.

Die Agenda steht hier zum Download (PDF) bereit.

Um eine Anmeldung zur Veranstaltung wird bis zum 22. Juni gebeten: talklehre@rwth-aachen.de

Weitere Informationen auch zu den vergangenen Talk Lehre sind auf der Webseite zu finden.

ExAcT Lunch Lehre: Der Lehrende als Lernbegleiter

Exact Lunch LehreMit der zunehmenden Digitalisierung des Bildungssystems, der Industrie oder auch der Wissenschaft, wird der Nachfrage nach erweiterten, übergreifenden Kompetenzen immer lauter. In allen drei Bereichen ist „Kompetenz(en)“ ein Buzzword, das flächendeckend vertreten ist und an Relevanz gewinnt. Besonders im Kontext Hochschule scheint Kompetenzorientierte Lehre immer stärker zu wachsen. Was heißt es Kompetenzen zu erlangen? Was erfordert die Kompetenzentwicklung, was heißt das für das Bildungssystem und was bringt an dieser Stelle der Flipped Classroom. Diese Leitfragen standen beim „ExAcT Lunch Lehre“ am 13.04.2016 im Gästehaus der RWTH Aachen am Königshügel im Fokus der Diskussion.

Zu diesem Anlass war Frau Prof. Dr. Julia Gillen vom Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover als Referentin zu Gast und hielt den spannenden und interaktiven Vortrag „Kompetenzorientierte Lehre im Flipped Classroom“. Dabei verdeutlichte sie dem Publikum anhand methodischer Hinweise, dass es die Verantwortung des Lehrenden ist, den passenden Rahmen zu schaffen, damit Kompetenzentwicklung möglich ist. Es ist die Entscheidung des Lehrenden ob er nur Inhalte, also bloßes Wissen vermitteln will, das vom Lernenden reproduziert wird, oder ob er Kompetenzbereiter wird, der selbstgesteuertes Lernen, Anwendung wie Transfer möglich macht. Durch kompetenzorientierte Lehre im Flipped Classroom entfernt sich der Lehrende somit von der Anweisungslehre und fördert kooperative Lernformen, wird zum fachlichen Berater und zum Lernbegleiter.

Im Anschluss an die Diskussion wurden Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 22. Juni von 12.15-14.15 Uhr im Ford Saal des SuperC statt. Als Referentin freuen wir uns auf Prof. Dr. rer. nat. Sabina Jeschke, Prodekanin der Fakultät Maschinenwesen und Direktorin des IMA, ZLW & IfU.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier.

Call for Papers e-Prüfungs-Symposium 2015

Am 18.-19. November findet das vom E-Assessment NRW und der Universität Paderborn, der RWTH Aachen und e-teaching.org, zweite e-Prüfungs-Symposium in Paderborn statt.
Das e-Prüfungs-Symposium 2015 ist eine Weiterführung des erstmalig an der RWTH Aachen veranstaltete e-Prüfungs-Symposium (ePS) aus dem Jahr 2014. Im Vordergrund der Veranstaltung stehen nicht nur die Weiterentwicklungen von Ideen rund um das elektronisch gestützte Prüfungswesen sondern auch die Möglichkeit interessierten Neulingen und bereits erfahrenen Akteuren im Hochschulsektor eine jährlich stattfindende Austausch-, Diskussions- sowie Vernetzungsplattform zu bieten.

Durch die immer weiter ausgebaute Digitalisierung der Hochschulen, sind nicht nur traditionelle Lehrszenarien sondern ebenfalls auch Weiterentwicklungen von Prüfungsformen erforderlich. Dabei stehen sich die Hochschulen selbst teilweise im Weg, da trotz zuversichtlicher Chancen beispielsweise in Qualität und Nutzen, besteht auch im Jahr 2015 weiterhin grundlegender Verständigungsbedarf über die Potentiale der Digitalisierung in der Hochschullehre.

Themenschwerpunkte:

Aus dem Bereich der summativen e-Prüfungen werden Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven von elektronisch gestützten Prüfungen dargelegt, diskutiert und mit Hilfe von Praxisbeispielen untermalt. Dabei stehen folgende vier inhaltlichen Schwerpunkten im Vordergrund und können in Form von Vorträgen oder Postern eingereicht werden:

  1. Infrastrukturelle Lösungen und technische Konzepte für e-Prüfungen,
  2. Organisation, Prozesse und Rechtsfragen von e-Prüfungen,
  3. Didaktische Fragestellungen hinsichtlich elektronisch unterstützter Prüfungs- und Itemformen,
  4. Qualitätssicherung hinsichtlich Prüfungsfragen, Prüfungsformen und ihre Auswirkungen auf die universitäre Lehre

Deadline für Einreichungen ist der 15. September 2015. Diese können elektronisch  über die Konferenzwebseite eingereicht werden. Weitere Informationen zur Tagung sind ebenfalls auf der Konferenzwebsite zu finden.

Lunch Lehre: Kompetente Absolventen durch Blended Learning-Konzepte und Motivation

Ein wesentlicher Baustein der universitären Fachkräfteausbildung besteht darin, junge Akademiker auf die komplexen Aufgaben der Arbeitswelt vorzubereiten. Daher ist es unerlässlich, dass die Studierenden bereits während des Studiums lernen, das theoretische Wissen in der Praxis anzuwenden und Sachverhalte schnell und lösungsorientiert zu analysieren.

Eine der Herausforderungen für Lehrende der Ingenieurwissenschaften liegt daher in der fachgruppengerechten Vermittlung abstrakter Lehrinhalte sowie der anschaulichen Darstellung komplexer Zusammenhänge. Motivation und Begeisterung für das Fach sind hierbei besonders signifikant, denn nur wenn theoretische Konzepte zielgerichtet präsentiert werden und somit Sinn konstruiert wird, können die Studierenden die Lehrinhalte langfristig verinnerlichen, sodass die Durchfallquote sinkt und die studentischen Leistungen konsequenterweise steigen.

Mit einem Best Practice-Beispiel begeisterte der Referent Dr. Jaan-Willem Simon vom Institut für angewandte Mechanik der RWTH Aachen University die Teilnehmenden des Lunch Lehre am 01. Juli 2015. In einem aufschlussreichen Erfahrungsbericht seines ETS-Projekts „Materialverhalten beschreiben – Virtuelle Experimente im Hörsaal und am Schreibtisch“ gewährte Dr. Simon exklusive Einblicke in die didaktische Gestaltung seiner Vorlesung der Werkstoffmechanik für Bauingenieure. Immer mit dem Ziel vor Augen, die Studierenden zu begeistern, setzt Dr. Simon bei seinen Veranstaltungen auf ein multidimensionales Blended Learning-Konzept. So sieht er ein hohes Potenzial in der Anwendung von virtuellen Experimenten, mithilfe derer die Studierenden praktische Einblicke in das komplexe Verhalten technischer Baustoffe und Materialien erhalten. Als weiteres Angebot an die Studierenden stellt Dr. Simon freiwillige E-Tests zur Verfügung, die einerseits als Vorbereitung auf die Abschlussklausur dienen und andererseits motivieren, da bei Bestehen die Modulnote um 0,3 angehoben wird.

Der Erfolg und die studentische Evaluation geben ihm recht: die Studierenden schätzen das Engagement des Dozenten und die multimediale Herangehensweise an vielschichtige Problematiken der Materialwissenschaften und bewerten die Veranstaltung von Herrn Dr. Simon durchgehend als „sehr gut“ oder „gut“.

Anschließend erfolgte ein Impuls-Vortrag von Herrn Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Martin Baumann zur Lernform „POL“ (Problemorientiertes Lernen). Nach den inspirierenden Vorträgen wurde der traditionelle Lunch eröffnet und somit den Teilnehmenden die Gelegenheit geboten, sich in entspannter Atmosphäre rund um Lehre an der RWTH Aachen University auszutauschen. Selbst die tropischen Temperaturen konnten niemandem am angeregten Netzwerken und dem Löchern des Referenten mit Fragen hindern.