Hochschullehre im Zeichen der Digitalisierung und Systemakkreditierung – Workshop der Studiendekane der RWTH Aachen University

Auch beim sechsten Mal „Simonskall“: Jede Menge drängende Themen für die jährliche Klausur der Studiendekane der RWTH Aachen University. Die Tops in diesem Jahr: Die Systemakkreditierung – d.h. die Erarbeitung eines konzertierten Vorgehens aller Fakultäten, um die regelmäßige inhaltliche und organisatorische Prüfung der Studiengänge zu vereinfachen. Und die Digitalisierung: Mit dem zweiten großen Schwerpunkt will die Hochschule diese mit einer klugen Strategie in zukunftsfähige Bahnen lenken.

Auf Einladung des Prorektors für Lehre, Herr Prof. Aloys Krieg, sind am Dienstag, 22. November 2016, die Studiendekane, Vertreter der Studierendenschaft und der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie geladene Expertinnen und Experten ins Kalltal nach Simonskall/Eifel gekommen. Auf der Agenda stand eine Reihe spannender Vorträge sowie Diskussionen und Arbeitsphasen, deren Moderation Dr. Frank Hees (ZLW der RWTH) und sein Team des Center of Excellence in Academic Teaching (ExAcT) übernahmen.  Wie sich herausstellen sollte: beste  Voraussetzungen für eine vertiefte und gut strukturierte inhaltliche Bearbeitung der Themenschwerpunkte.

Neben einem Überblick zur Lehre der RWTH in den Jahren 2016/17 berichtete Prof. Krieg ebenfalls über die Weiterführung der Exzellenzinitiative und deren Auswirkungen für die Lehre. In einer Live-Demonstration stellte Bernd Decker vom IT Center der RWTH dann ein „Datencockpit“ vor, das aktuell entwickelt wird, um die Verbesserung der Lehre durch Bereitstellung von umfassenden Daten zu unterstützen. Zum Abschluss des ersten Tages berichtete Stephan Losse, Teil der AG zum Qualitätsmanagement der RWTH-Lehre und Mitarbeiter bei Prof. Robert Schmitt (WZL der RWTH) über die Erfahrungen aus dem Pilotstudiengang Maschinenbau, der in diesem Jahr erstmalig auditiert wurde.

Der zweite Tag stand unter dem Motto „Digitalisierung“, zu dem der Teilnehmerkreis um die Referentinnen und Referenten erweitert wurde.  Nach der Vorstellung der Roadmaps, die die Meilensteine und Maßnahmen der einzelnen Fakultäten für die Jahre 2016/17 aufzeigten, leitete Sebastian Brenk vom Lehrstuhl für Technologie und Innovationsmanagement das Thema Digitalisierung ein, indem er die Ergebnisse einer Studierenden- und Dozierendenbefragung vorstellte. Dabei wurden untererfüllte Bedürfnisse im Lehr- und Lernprozess ermittelt, die als Ansatzpunkt zum Ausbau des Blended Learning in der Hochschullehre dienen.

Danach präsentierte Prof. Heribert Nacken, Rektoratsbeauftragter für Blended Learning, den Entwurf einer hochschulweiten Digitalisierungsstrategie für die Lehre. „Wir müssen langsam etwas weg vom rheinischen Ansatz, einfach mal auszuprobieren“, so Prof. Nacken. Nach intensiver gemeinsamer Arbeit unter Verwendung sowohl „preußischer als auch rheinischer“ Moderationselemente wurde dieser Entwurf in Form eines Vision Statements sowie eines Mission Statements durch Unterschrift von den Studiendekanen als gemeinsame, systematisierte Leitlinie für die Digitalisierung der Lehre an der RWTH verabschiedet.

Wir danken allen Teilnehmenden für die produktiven Vorträge und Diskussionen während der beiden Workshoptage in Simonskall 2016 und freuen uns auf den nächsten Intensiv-Workshop 2017!

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