ExAcT Lunch Lehre: Studentische Partizipation durch Entgrenzung der Lernorte

Das zunehmende Voranschreiten digitaler Medien und die Nutzung im Kontext Lehre führt gezwungenermaßen immer wieder zu Problemstellungen. Wie kann studentische Partizipation und Engagement auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung mehr gefördert und gefordert werden.

Angesichts dieser Thematik freuten wir uns auf Professor Kerstin Mayrberger von der Universität Hamburg, die mit uns über partizipative Medienkultur und die Verantwortung der Hochschulen gesprochen hat. Anhand von sechs Fallanalysen hat sie am Beispiel von Social Media Partizipation gemessen und festgestellt, dass ein Bedingungsfaktor für gelungene Partizipation ein Raum ist, in dem Studierende integriert und wirklich gehört werden. Dies führt zu besseren Lernleistungen als eine häufige Nutzung digitaler Medien.

Im Anschluss Gab Frau Mayrberger noch einen Einblick in das Universitätskolleg Hamburg, einem Innovationslabor und einer Kommunikationsplattform, in der Studierende miteingebunden werden, um somit studentisches Engagement über den curricularen Rahmen hinaus zu fördern.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 14. März 2018 von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Laura Lidija Lenz vom Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (ZLW) der RWTH Aachen. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

Veranstaltungsreihe fnma Talks startet im Dezember

Die Veranstaltungsreihe Talks des „Forum Neue Medien in der Lehre Austria“ (fnma) startet im Dezember eine Veranstaltungsreihe zu digitaler Hochschuldidaktik. Dabei sollen in 15-minütigen E-Didaktik-Lectures ein Wissensinput gegeben werden, der durch einstündige Webinare wieder aufgegriffen wird. Dabei stehen insbesondere aktuelle Trends rund um die Themenfelder Blended Learning und Digitalisierung im Vordergrund.

Zielgruppen der fnma Talks sind vor allem Lehrende und Interessierte an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen. Die erste Lecture findet am 12. Dezember zum Thema „Peer Instruction“ statt und wird von Eric Mazur (Professor für Physics and Applied Physics an der Harvard University) gehalten.

Die Teilnahme an den fnma Talks ist kostenfrei und auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Aufzeichnungen der Reihe stehen fnma-Mitgliedern zur Verfügung.

 

Verbundprojekt Merlin: Infobroschüre zu OER

Das Verbundprojekt MERLIN (Medical Education Research – Lehrforschung im Netz BW), ein vom BMBF gefördertes Projekt im Rahmen „Qualitätspakt Lehre“, hat eine Infobroschüre zum Thema OER veröffentlicht. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Benutzung von OER in der Hochschullehre und zeigt Praxis-Tipps auf und gibt Hinweise zu hilfreichen Ressourcen aus dem Internet. Daneben sind auch Informationen zum Urheberrecht und Creative Commons enthalten. Zur individuellen Weiterverarbeitung und Anpassung wird die Broschüre als PDF-Version unter CC-BY-Lizenz bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

ExAcT Lunch Lehre: „ArchitekTouren“ – mit gemeinsamem Verständnis zu mehr Aufmerksamkeit und Analysefähigkeit

Bauingenieurwesen und Architektur, zwei unterschiedliche Studiengänge, die aber in vielen Bereichen Überschneidungen haben und auch im späteren Berufsalltag regelmäßig zusammenarbeiten und füreinander unersetzlich sind. Doch gestaltet sich die Zusammenarbeit häufig schwierig, zum einen durch unterschiedliche eine unterschiedliche Fachsprache aber ebenso verschiedene Blickwinkel und eine andere Herangehensweise. Besonders deutlich wird das in der Vermittlung von Inhalten in beiden Studiengängen.

Diesem und anderen Problemen nimmt sich das Blended Learning Projekt „ArchitekTouren“ von Jun.-Prof. Carolin Stapenhorst und Jan Dirk van der Woerd, dem heutigen ExAcT Lunch Lehre Referenten, an. Das Projekt beschäftigt sich damit, Tragwerke darzustellen und zu vermitteln, sodass Unterschiede in der Wahrnehmung minimiert und ein gemeinsames  Verständnis entwickelt wird. Dabei ist in interdisziplinärer Atmosphäre eine gemeinsame genutzte und mit befüllte mediale Plattform aufgebaut worden, mit der insbesondere Bauwerke aus der Euregio analysiert werden. Die Plattform wird bei beiden Instituten in der Lehre eingesetzt und durch studentische Arbeiten sukzessive ergänzt. Einträge in der Datenbank sind nach Begriffen verschlagwortet, die aus beiden Bereichen kommen und somit nach beiden Sichtweisen kategorisieren. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit in kurzen Filmsequenzen unterschiedliche Sichtweisen besonders prägnant abzubilden, sie aber dennoch eng miteinander zu verbinden.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 13. Dezember von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Prof. Dr. Kerstin Mayrberger von der Universität Hamburg. Als Professorin für Lehren und Lernen an der Hochschule mit dem Schwerpunkt Mediendidaktik und Mitglied der Themengruppe „Lern- und Prüfungsszenarien“ des Hochschulforums Digitalisierung spricht sie mit uns über „Partizipation und Studentisches Engagement unter den Bedingungen der Digitalisierung – Eine Ambivalenz zwischen Ideal und Praxis in der Hochschullehre“.
Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

Einladung zum ExAcT Lunch Lehre am 18. Oktober 2017

Der nächste Lunch Lehre steht vor der Tür. Am 18. Oktober begrüßen wir Dipl.-Ing. Jan Dirk van der Woerd von der RWTH Aachen University.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Noch bis zum 15. Oktober: Ausschreibung der Reinhard Frank-Stiftung und des Stiftverbands

Experten aus Hochschule, Zivilgesellschaft und Unternehmen können sich noch bis zum 15. Oktober für das „Digital Learning Transfer Fellowship“ bewerben und Ideen und Einsätze zu der Frage  „Wie kann der Transfer digitaler Technologien in die Hochschullehre gefördert werden?“ vorschlagen. Ziel und Schwerpunkt der Förderung ist, die Chancen und Herausforderungen kommender technologischer Innovationen für die deutsche Hochschullehre darzulegen und die Herausforderungen eines Mentalitäts- und Kulturwandels an deutschen Hochschulen näher zu beleuchten.

Weitere wichtige Daten:

15. Oktober 2017 Bewerbungsschluss
Oktober/November 2017 Auswahl der Fellows
11. Dezember 2017 Gemeinsamer Auftaktworkshop
11. Juni 2018 Fellowtreffen
Sommer 2018 Öffentliche Veranstaltung zu Innovationskulturen an Hochschulen
September 2018 Präsentation der Ergebnisse auf der Strategiekonferenz des Hochschuforums Digitalisierung

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

FLIPPS – Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Humboldt Universität Berlin und die Gutenberg-Universität Mainz untersuchen den Einsatz von Flipped-Classroom-Designs in Großveranstaltungen zum Thema Statistik. Das BMBF-geförderte Verbundprojekt, auch FLIPPS (Förderung von Lernprozessen in Statistik-Großveranstaltungen mittels Flipped-Classroom-Design) genannt, möchte konträr zu traditionellen Veranstaltungsformaten die Arbeitsbelastung des Lernens gleichmäßiger über das gesamte Semester verteilen und somit als positiven Effekt die Ängste in Bezug auf Statistik gerade bei Studierenden mindern. Vorgesehen ist die Aneignung der Lehrinhalte durch Lernvideos und ein begleitendes Lehrbuch. Es werden die Lehr- und Lerneffekte zweier klassischer Statistik-Großveranstaltungen mit denen zweier „invertierter“ Großveranstaltungen verglichen.

Weitere Informationen zum Projekt auf der Webseite der Universität Mainz.

ExAcT Lunch Lehre: Online Experimentieren, Live Erleben – Remote-Labore in den Ingenieurwissenschaften.

Die erste Generation, die in den 90ern online gegangen ist hat die Universität größtenteils durchlaufen. Mittlerweile sind auch die letzten Digital Natives im akademischen Umfeld angekommen und die nächste Generation, „Generation Z“ oder Technoholics, wartet schon darauf bald ein Studium aufnehmen zu können. Darauf haben und müssen sich die Universitäten einstellen und ebenso daran anpassen. Doch das Bedarf einen gewissen Willen zur Veränderung. Betrachtet man die historische Entwicklung von Vorlesungen, so zeichnet sich doch ein auch heute noch ein paralleles Bild ab: früher wie heute steht der Dozent vorne und „liest“ den Studierenden Inhalte vor. Dabei ist es gerade im ingenieurswissenschaftlichen Feld wichtig die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen, zu vergleichen und schließlich zu einem besseren Verständnis von Prozessen beizutragen. Bei der Ausgestaltung können sogenannte Remote-Labore und virtuelle Lernwelten, wie sie im Projekt ELLI (Exzellentes Lernen und Lehren in den Ingenieurwissenschaften) entwickelt wurden, helfen.

Vor diesem Hintergrund stellte der heutige Referent Dipl.-Ing. Tobias Ortelt die Remote-Labore im Rahmen des Projekts ELLI vor. Das Projekt, das nun in der zweiten Förderphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Qualitätspakt Lehre gefördert wird, ist ein Verbundprojekt der RWTH Aachen University, der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum. An allen drei Standorten sind solche Remote-Labore vorzufinden, der Fokus heute lag aber auf den Laboren der TU Dortmund. Remote-Labore ermöglichen Studierenden das Lernen im Labor und helfen unterschiedliche fachbezogene und -fachübergreifende Kompetenzen zu generieren. Dabei können die Studierenden von überall auf der Welt Versuche in einem eigens dafür entwickelten Labor durchführen, wo durch Live-Bilder und Live-Messdaten gemeinsames Lernen gefördert wird (aktiver Tester, passive Zuschauer) und sich die direkte praktische Anwendung der Theorie bequem von zuhause aus überprüfen lässt. In der weiteren Förderphase sind neue Experimente und Maschinen geplant. Beispielsweise Virtuell Reality Labore, in denen Studierende Maschinen selbst steuern und die Fertigung vollkommen einsehbar miterleben können.

Im Anschluss an die Präsentation wurden in gewohnter Atmosphäre Nachfragen beantwortet und den Teilnehmern des ExAcT Qualifizierungsprogramms Zertifikate durch den Prorektor für Lehre, Herrn Professor Dr. Aloys Krieg, feierlich überreicht und zum Austausch beim gemeinsamen Lunch geladen.

Der nächste Lunch Lehre findet am 18. Oktober von 12.00 – 14.00 Uhr im SuperC (Ford Saal) statt. Dieses Mal begrüßen wir Jan-Dirk van der Woerd vom Lehrstuhl und Institut für Massivbau und stellt sein ETS-Projekt „ArchitekTouren“ vor. Wir freuen uns auf einen spannenden Beitrag.

ExAcT sucht erneut studentische Verstärkung

Das Center of Excellence in Academic Teaching (ExAcT) fungiert als zentrale hochschuldidaktische Anlaufstelle für alle an der Lehre beteiligten MitarbeiterInnen der RWTH Aachen University und steht als Ansprechpartner sowie Vermittler für individuelle Fragen rund um das Thema Lehre zur Verfügung. In dem Bereich suchen wir eine studentische Hilfskraft der Geistes- und Sozialwissenschaften aus den Fachrichtungen Betriebspädagogik/ Bildungs- und Wissensmanagement, Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Soziologie, Literaturwissenschaft oder verwandter Disziplinen.

Aufgabe ist die Unterstützung sowie Durchführung und Nachbereitung von Projekten, Unterstützung bei Review- und Feedbackprozessen von Textarbeiten im Bereich Lehre sowie die Unterstützung bei der Administration, Organisation und Evaluation.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Stellenangebot.

Vielfalt eröffnet Chancen – ein erster Schritt für eine gute Lehre

Diversity ist nicht erst seit der neuen Netflix-serie „Glow“ (kurz für Gorgeous Ladies of Wrestling) en vogue. Der oft als Frauenthema abgestempelte Gehalt von Diversity ist, wie der Name schon sagt, vielfältiger als die reine Gender-Problematik: Inklusion, Integration von Flüchtlingen, schwul-lesbische Arbeitskreise, barrierefreies Arbeiten uvm. Daher gehört in vielen Unternehmen Diversity-Management zum Alltag, sollte aber nicht in anderen Bereichen außer Acht gelassen werden.

In diesem Zusammenhang bieten wir (ExAcT – Center of Excellence in Academic Teaching) in Kooperation mit dem IGaD (Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management) der RWTH Aachen einen Workshop zur Verbesserung der eigenen Diversity-Kompetenz an. Ziel dieses Workshops ist durch Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz den diversitätsbezogenen Herausforderungen der Lehre zu begegnen, Chancengleichheit für Studierende zu gewährleisten und dank der Sensibilisierung für das Thema die Startvoraussetzungen für gute Lehre zu ermöglichen.

Das Seminar steht allen Lehrenden und Lehrinteressierten der RWTH Aachen offen.

Termin: 11.07.2017, von 9:00 – 17:00 Uhr

Ort: Großer Seminarraum 1.23, Riegel D, 1. Etage, Technologiezentrum am Europaplatz, Dennewartstraße 27, 52068 Aachen

Hier geht’s zur Anmeldung